Camping in Südengland: Ein Road-Trip mit Zelt, Familie und Hund

Und es geht doch! Viele Campingurlauber vom Kontinent haben England noch nicht als Urlaubsziel für sich entdeckt. Noch nie sind wir so wenig Deutschen auf unserer dreiwöchigen Reise begegnet, wie in unserem Reisesommer August 2017.  Unterwegs mit zwei Erwachsenen, zwei Teens plus einen Hund haben wir völlig neue Erfahrungen gesammelt, was es bedeutet mit den Zelt Südengland zu bereisen. Unser geplantes Reisekonzept: „Fahr über den Kanal, der Rest wird sich schon finden“. Herausgekommen ist ein Road-Trip mit insgesamt sechs Stationen, bei denen lediglich Stop 1 und 2 geplant waren: Calais als Jump-Off Station in Frankreich und London.

Erfahrt hier auf unseren Blog, was man alles erleben kann und worauf man achten sollte, wenn man mit dem eigenen Auto Südengland mit den Zelt für sich erfahren möchte!

Unsere Camping-Stops: London, Surrey, Dorset, Hempshire und Kent

„Es muss nicht immer Cornwall sein!“. Ohne es bis dorthin geschafft zu haben, haue ich dieses Statement mal raus. Zugegeben, unsere Marschroute orientierte sich mal grob in Richtung des letzten britischen Spitzes inmitten der Keltischen See. Im Kopf hatten wir zerklüftete Steilhänge und kleine Ortschaften. Sehr schnell haben wir festgestellt, dass man für derlei Romantik gar nicht so weit fahren muss und das überbordend kulturelle Angebot uns schon vorher vor ein unlösbares Zeit-Problem stellt. Am Ende sind es folgende Stops in Südengland geworden:

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Camping in England

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1. Stop: Der Sprung über den Ärmelkanal bei Calais: 50.957600, 1.812830
2. Stop: London Sightseeing: 51.632403, -0.034246
3. Stop: Surrey: 51.180930, -0.300879
4. Stop: Dorset: 50.703960, -2.218895
5. Stop: Hempshire: 50.833047, -1.570101
6. Stop: Kent: 51.222287, 0.673513
  1. Stop: Der Sprung über den Ärmelkanal bei Calais
    Natürlich kann man München – London an einen Tag schaffen, ist dann halt ein sau-anstrengender Ritt, den wir uns und Pelle unseren Hund nicht zumuten wollten. Als Zwischenstation bei den Dünen fast zu schade.
  2. Stop: London Sightseeing
    Du kannst ~ 270 € im der Jugendherberge, 417 € im Best Western oder 118 € auf dem Campingplatz Lee Valley Caravan Park für drei Nächte zahlen. Am Ende schaust du aber die selben Sachen an.
  3. Stop: Surrey
    Das südliche Umland von London ist hügelig und unglaublich grün. Wir haben von Henfold Lakes aus Polesden Lacey besucht.
  4. Stop: Dorset
    Die „Jurassic Coast“ lässt grüßen! Steilküsten und jede Menge Sehenswürdigkeiten haben den Stop auf der Longthorns Farm zu unseren längsten werden lassen! Vorsicht Ausflugsmarathon!  😉
  5. Stop: Hempshire
    Auf dem Hollands Wood Campsite im New Forrest laufen die Pferde sogar bis in die Zelte. Tolle Eichenwälder und sympathische kleine Ortschaften. Unser Jump-off nach Porthsmouth zur HMS Victory.
  6. Stop: Kent
    Strategisch 50 Minuten zwischen London und Dover gelegen war auf Welsummer Camping unser Aufenthalt hier der Entspannteste (was nicht nur am Wetter lag) Lagerfeuerromantik mit Hippie-Feeling. Nahe Leeds Castle und Sissinghurst.

Camping aus Überzeugung  und finanziellen Überlegungen

Für uns ist Zelturlaub nicht allein eine Frage der Überzeugung, die auf Freiheit, Spontanität und Naturverbundenheit beruht, sondern hat auch wirtschaftliche Betrachtungen. Will man im Sommer zusammen nicht nur eine, sondern drei Wochen mit vier Personen verreisen, hat das enorme Auswirkungen auf die Reisekasse. Kostentreiber in einem England-Urlaub sind auf jeden Fall:

  1. Reisen
    Wer fliegt, einen Mietwagen oder Mietwohnmobil braucht, ist schon vor den ersten Eindrücken jede Menge Geld losgeworden. Wir sind den kompletten Urlaub mit dreieinhalb Tankfüllungen ab München ausgekommen, obwohl wir jeden Tag Ausflüge gemacht haben.
  2. Unterkunft
    Ein festes Dach über den Kopf hat im unbeständigen England, wo schon mal der Wind pfeift, seine Vorteile. Wer aber eine gute Ausrüstung hat, kann es sich auch unter dem Zeltdach bequem und kuschelig machen. Für die Übernachtungen haben wir für 3 Erwachsene + ein Kind (< 16 Jahre) + Hund zwischen 25 und 40 € / Nacht auf dem Campingplatz gezahlt.
    Campingplatz-Tipps & Tricks für Individualcamper

  3. Sehenswürdigkeiten
    Du kannst dich an der Steilküste erfreuen oder die Gelegenheit nutzen, vor Ort einmalige Sehenswürdigkeiten mit Eintrittsgebühren zu besuchen. Glaub es mir, du brauchst beides, wenn du am Ende nichts bereuen willst.
  4. Verpflegung
    Wer keinen Kocher und die Gelegenheit hat, sich selbst was zuzubereiten, wird ausnahmslos auf fremde Verpflegung angewiesen sein. Natürlich ist es möglich, sich von Sandwiches aus dem Supermarkt, Fish & Chips oder Gerichten aus dem Pub oder Restaurant zu verpflegen. Das Angebot ist vielfältig und hat bei guter Qualität seinen Preis.
  5. Wechselkurs
    Ja mei, da kannst du nix machen …

Erkenntnis: England mit dem eigenen Zelt und Auto bei vorwiegend eigener Verpflegung ist günstiger als gedacht!

Die Sache mit der Campingausstattung (und der Milchmädchenrechnung)

Wer bislang keine ordentliche Campingausstattung besitzt ist im Nachteil. Damit ein Camping-Urlaub (nicht nur in England) zum Knaller für sich und seine (pubertierenden) Kinder wird, sollte sich es durchaus bequem machen können. Da gutes Material seinen Preis hat, sollte man mal nachrechnen, was eine solide Erstausstattung oder punktuelle Erweiterungen kosten.

Das richtige Zelt für deinen Campingurlaub in England

Mit dem Hund in England unterwegs

Pelle unser Cockerpoo gehört zur Familie und ist daher auch im Urlaub stets dabei. Bei Reisen mit dem Hund muss man wissen was das bedeutet, denn es ist auf jeden Fall nicht immer ganz einfach alle Bedürfnisse von Gesetz, Mensch und Tier unter einen Hut zu bekommen.

Unsere Erfahrungen mit dem Vierbeiner in England

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