Tipps: das richtige Zelt für den Campingurlaub in England

Der Camper hat mit der Schnecke gemein, dass er seine Unterkunft immer mit sich herumführt (und noch eine Menge mehr). Das Zelt ist das Erste, was man am Ziel aus dem Kofferraum zerrt und meist das Letzte was gut griffbereit eingebaut wird. Einmal dabei, wird es unterwegs nicht mehr ausgewechselt. Passt das Zelt zum Urlaub hat man eine Menge Spaß, andererseits kann das Falsche einem das Reisen ganz schön vermiesen. Obacht, dies ist keine Kaufberatung, sondern eine Anregung worauf man bei seiner Zeltauswahl in Südengland beachten sollte.

Unsere Überlegungen zur Zeltauswahl

Nicht jeder hat die Wahl aus mehreren Zelten auswählen zu können. Wir mittlerweile schon, da wir im Laufe der Jahre und mit wachsender Familienstärke für die unterschiedlichsten Campingurlaube Zelte von klein bis groß angeschafft haben. Wer die Wahlfreiheit hat, auch, weil er sich für seinen England-Urlaub sich vielleicht was Neues anschaffen möchte, hier einige Überlegungen als Inspiration.

Unkompliziert im Auf- und Abbau:

Weil wir das Zelt häufiger auf und abbauen war uns ein unkompliziertes Zelt wichtig, was nicht länger als 15 Minuten benötigt, bis es steht oder wieder weggräumt ist.  Schnelles Abbauen und verstauen macht Sinn, wenn man wie wir z.B. eine frühe Fähre am Morgen erwischen will. Sollte das Zelt nass eingepackt geworden sein, ist es auch schnell im Garten nachträglich getrocknet. Außerdem: Komplizierte Zelte nerven und sind für unseren Flexiblität den Standort zu wechseln eher ein mentales Problem. Wer wandert, achtet am Ende zusätzlich auf das Gewicht. Welche Tour plant ihr?

Standfest und regensicher:

 Es ist auch kein Quatsch, dass es im August empfindlich regnen und winden kann. Oder beides zusammen. Da die Standplätze häufig ungeschützte Wiesen sind und es an der Küste gerne rauer zugeht, lohnt sich auf jeden Fall ein gutes Zelt. Qualität muss dabei nicht immer teuer sein. Unser Vango Omega 450 Tunnelzelt hat etwa 200 Euro in UK gekostet und begleitet uns jetzt schon im sechsten Jahr unter anspruchsvolleren Bedingungen. Viele Briten haben um ihr Zelteingang und Sitzbereich einen Windbreaker aufgestellt. Wenn er denn nicht weggeweht wird, kann das die gemütliche Sitzzeit am Zelt deutlich verlängert. Wir sind ohne ausgekommen. Wieviel Risiko wollt ihr eingehen? 

Ausreichend groß für vier Personen:

Da die meisten Stellplätze in UK mehr als ausreichend Platz bieten, kann man auch größere Familienzelte meist unkompliziert platzieren (nicht so wie in Italien). Für den Süden besitzen wir noch ein Outwell Montana 6, was einem Zirkuszelt gleicht, ein enormes Packmaß besitzt aber lange zum Aufstellen braucht. Der Komfort ist dabei um einiges größer. Ein größeres Vorzelt haben wir mehr als einmal vermisst, da es schön gewesen, um auch bei Regen trocken und am Abend wärmer zu sitzen und auch das Gepäck großzügiger zu verstauen zu können. Unser Tarp ist ein guter Kompromiss, auch, da man bei Regen aus dem Zelt raus und reinkommt, ohne das Wasser in den Eingang tropft. Wieviel Luxus braucht ihr?

Eine gute Übersicht unterschiedlicherster Zeltkategorien wurden mit demTent-owner-satisfaction-award 2017 / Link ausgezeichnet. Eine ziemlich tolle Übersicht wie ich finde

Glamping als Alternative?

Selber aufbauen ist euch zu anstrengend, ihr habt kein eigenes Zelt oder ihr wollt es einfach bequemer haben? „Glamping“ meint „Glamorous Camping“ ist ein Trend, der schon seit einigen Jahren in UK eine feste Größe ist und es mittlerweile auch über den Ärmelkanal geschafft hat. Die Zelte stehen häufig auf einem Holzpodest und sind mit einem ordentlichen Bett ausgestattet.

„Glamping is likely to satisfy any city slicker seeking a little refuge in nature – without foregoing any of life’s luxuries”. English Oxford Living Dictionaries

Mittlerweile bieten viele Campingplätze auch eigene Comfortzelte an, die häufig etwas abgeschiedener stehen und Toilettenhäuschen in näherer Entfernung anbieten, manchmal eigene Feuerstellen und Sitzbänke haben. Die einfachste Variante sind „Alexzelte“ wie man sie hierzulande aus Pfadfinderlager kennt. Die Meinung über „Glamping“ gehen je nach Anbieter teils ziemlich weit auseinander. Als grobe Hausnummer: Auf der Longthorns Farm hat in der Hochsaison das Tipi über das Wochenende (4 Personen, 1 King size Bett,  2 Single floor Betten)  250 £ gekostet) Wieviel Geld pro Nacht wollt ihr ausgeben?

Ach ja, es werden auch Schäferkarren, Fasshäuschen und andere Unterkünfte angeboten!

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