Beschreibung und Merkmale des Scharbockskrauts

Die mehrjährige bodendeckende Pflanze bildet oft ausgedehnte Bestände auf Wiesen und in lichten Wäldern und meistens in der Nähe von Wasser. Aus kleinen fleischigen Brutknöllchen (Bulbillen), die sich in den Blattachseln der unteren Blätter bilden, wachsen mehrere Stiele mit herzförmigen und glänzenden Blättern an deren Ende.

Die Blüten sind hellgelb leuchtend. Mit der Blüte bildet das Hahnenfussgewächs den Inhaltsstoff Protoanemonin, der leicht giftig ist.

Blüte- und Sammelzeit

Das Scharbockskraut findet man an geschützten Stellen bereits Anfang Februar. Die Blätter können gesammelt werden solange die Pflanze noch nicht blüht. Dann sollte man von der Verwendung absehen, da die Pflanze mit der Blüte vermehrt ein Alkaloid bildet, was für den Menschen leicht giftig ist. Ab Ende Mai ziehen sich die oberirdischen Bestandteile des Scharbockskrauts wieder in die Erde zurück (Geophyt).

Inhaltsstoffe

Das Scharbockskraut verfügt über einen hohen Vitamin C-Gehalt. Weitere Inhaltsstoffe sind Ranunculin, Saponine und Gerbstoffe.

Interessantes/Geschichte

Skorbut war früher unter Seefahrern eine gefürchtete Krankheit, da sie oft monatelang auf See keinen Zugang zu vitaminhaltigem Essen hatten. Das Wort Skorbut stammt aus dem Holländischen ab, sie nannten die Krankheit „Scheuerbut“, was sich aus „but“ für Knochen und „scheuren“ für reißen zusammensetzt. Daraus wurde im deutschen Sprachgebrauch „Scharbock“ und sich im Scharbockskraut sehr viel Vitamin C befindet, hat es gegen diesen Mangel sehr geholfen.

Bei starkem Regen werden die Brutknöllchen oft zusammengeschwemmt, so dass es aussieht als hätte es Weizen geregnet, denn die Brutknospen ähneln sehr Getreidekörnern. Manchmal hört man auch von „Himmelsgerste“, weil sie in schlechten Zeiten auch zur Ernährung dienten.

Verwendung

Die sauer-scharf schmeckenden Blätter kann man gehackt in Kräutermischungen, Salaten, Suppen und Saucen verwenden. Die Brutknöllchen schmecken nussig und sind stärkereich.

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