Dutch Oven Kunde: So viel Kochabenteuer brauchst Du

Einen Dutch Oven brauchst du, wenn du keine Lust hast, den ganzen Tag den Grill-Hanswurst zu spielen, oder weil du in die einsame Wildnis fährst und dort Brot, Kuchen oder handfeste Speisen und Braten zubereiten möchtest, oder weil es einfach Spaß macht im eigenen Garten etwas Abenteuer-Feeling zu spüren. Der Hauch von Abenteuer ist sogar sehr nahe, da die amerikanischen Siedler oder Viehtreiber auf ihren Tracks stets einen Dutch Oven dabei hatten, der ihnen den Backofen ersetzt hat. Das Prinzip ist dabei bis heute gleich geblieben.

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich auf den Dutch Oven gekommen bin. Irgendwann war er einfach da und seit dem gehört er zur erweiterten Küchen- und Camping-Ausstattung. Das heißt, wir haben mittlerweile eine ganze Sammlung, die mit Zubehör kontinuierlich gewachsen ist. Das liegt daran, dass man mit mehreren Töpfen gleichzeitig ganze Mahlzeiten zubereiten kann, wenn man sie beim Kochen übereinander stapelt. Der obere Topf nutzt dabei als Unterhitze die Kohlen des  Topfdeckels auf dem er steht. So köcheln z.B. im Dutch Oven Nr. 1 das Schichtfleisch und im Topf Nr. 2 das Kartoffelgratin.

Dutch Oven Kaufberatung

Aufgekocht im Dutch Oven

Aufgekocht im Dutch Oven

Je nach Größe der bewirteten Gesellschaft variiert man die Gerätschaften. Das Kochprinzip ist dabei so einfach wie genial. Die gusseisere Material verteilen wunderbar die Hitze und der schwere Deckel hält die Flüssigkeit sicher im Topf. Mit einer Ladung Qualitätsbriketts kann man zu warmer Jahreszeit über 1,5 und zwei Stunden jedes Fleisch zart kochen.

Der Basistopf sollte so groß  sein, dass er erst einmal die Familie gut bedient. Für eine vierköpfige Familie plus Mitesser ist der Barbecook 3 Liter eine gute Wahl. Er hat integrierte Füsse und ist für die Meisten unserer Gerichte ausreichend groß. Praktisch ist, dass er genau in die Öffnung unseres Säulengrills passt. Ein weiterer Vorteil: Beim Kochen in kalten Jahreszeiten wird die Hitze besser gehalten und man braucht weniger Kohle. Die nächste Größe ist der Big BBQ. Ausreichend dimensioniert für Schichtfleisch für 10 Personen oder ein Huhn. Wegen seiner Größe stellen wir ihn in eine Feuerschale. Eher selten verwenden wir den mini Petromax 3Ft. Für ein normales Essen ist er viel zu klein. Wir nutzen ihn allenfalls um Soßen anzurühren. Der letzte und grösste Dutch Oven ist der Big 14. Viel zu groß für den Alltag und die meisten Gesellschaften.

„Der Familientopf“:
Barbecook Dutch Oven 3 Liter

  • Fassungsvermögen 3 Liter
  • Topfmaße: 26 cm x H 17 cm
  • Mit Füssen

Der Barbecook Dutch Oven 3 Liter hat die optimale  Größe für eine vier- bis fünfköpfige Familie. Zu Klein für ein Huhn, aber ausreichend Groß mit Schichtfleisch zwei weitere Leute satt zu bekommen. Mit etwa 44 € bei Amazon ist er ein Schnapper. Ausreichend gut verarbeitet muss er sich vor teureren Töpfen nicht verstecken. Er wird ohne Tragetasche geliefert. Vorsichtig sollte man mit den Füßen sein, die bei unsachgemäßer Handhabung abbrechen können.

„Grill-Ersatz“:
Big-BBQ DO 6.0, 12er

  • Fassungsvermögen 5,7 Liter
  • Topfmaße: 29,5 cm x H 10 cm
  • Ohne Füsse

Der Topf wird bereits eingebrannt geliefert. Damit er genutzt werden kann, braucht er zusätzlich einen Topfständer. Man kann ein flachgedrücktes  Huhn braten oder etwa 12 Leute mit Schichtfleisch satt bekommen. Für den Alltagseinsatz ist er meist zu groß. Preis ca. 50 €. Er wird mit Tragetasche, Deckelheber und Topfständer geliefert. Er ist bei uns viele Jahre im Einsatz und Dank guter Pflege noch immer gut in Schuss.

„Party-Topf“:
Big-BBQ DO 12.0, 14er 

  • Fassungsvermögen 12 Liter
  • Topfmaße: 35 cm x 13 cm
  • ohne Füße

Ein Monster! Man muss schon fast Gewichtheber sein, um ihn zu platzieren. Für größere Gruppen und Schichtfleisch für etwa ~ 20 Personen. Im Winter – wie bei allen größeren Töpfen – bietet er eine große Angriffsfläche und frisst viele Briketts. Der Deckelhenkel aus Alu ist leider mies und ist nicht ordentlich gebogen.Unser Deckel liegt gut auf, perfekt aber nicht. Es wird wohl nicht viele Einsatztage für ihn geben, weswegen ich über die Mängel hinwegsehe. Preis-/Leistung ist insgesamt gut (etwa  70 €) Geliefert wird er mit Tragetasche, Deckelheber und Topfständer.

„Der Kleine“:
Petromax FT3

    • Fassungsvermögen 1,8 Liter
    • Topfmaße: 25,5 x 11 cm
    • Gesamtgewicht: 4,6 kg
    • Mit Füßen

Ein sehr hübscher Topf für zwei Personen, oder dafür geeignet, Vanillesoße für Kanelbullar warm zumachen. Die Petromax-Topfe haben den Vorteil, dass der Deckel bereits einen integrierten Ständer haben. Ein sehr schön verarbeiteter Topf, der sich die gute Arbeit auch bezahlen lässt. 45 € Premiumpreis.

Zubehör

Zum Dutch Oven verwende ich zusätzlich einiges praktisches Zubehör:

Der Dutch Oven Deckelheber: Er verkeilt sich wunderbar mit dem Deckel und ist eine enorme Hilfe nicht nur den Deckel absolut sicher abzuheben, sondern auch Kohle ohne Probleme abzuschütteln.

Feuerschale: Gibt dem Dutch Oven einen sicheren Stand welcher den untersten Kohlen etwas Windschutz bietet. Am Ende ist sie schnell weggeräumt. Der Abstand zum Gras reicht nicht aus, um den Rasen vor Brandflecken zu schützen, Daher sollte ein feuerfester Untergrund gewählt werden.

Der Anzündkamin: Hilft die Kohlen in kurzer Zeit durchglühen zu lassen. Ich nutze ihn auch, um gelegentlich Kohlen nachzuglühen zu lassen.

Petromax Einbrenn- und Pflegepaste: Kostet unverschämte 16 € für 250 ml. Es aber ist qualitativ hochwertig und hilfreich neue Töpfe vor dem ersten Gebrauch zu versiegeln. Im Alltag verwende ich jedoch meist Erdnussöl.

Pflege

Ein Dutch Oven ist eigentlich ein sehr unkompliziertes Kochgerät. Trotzdem braucht es ein Minimum an Pflege. Vor dem ersten Gebrauch ist der Dutch Oven „einzubrennen“ um ihn vor Korrosion zu schützen. Auch wenn die meisten Töpfe mittlerweile schon entsprechend vorbereitet sind, kann es sein, dass man etwas nachhelfen möchte. Rost setzt sich danach kaum mehr an.

Spülmittel bleibt in der Flasche! Mit einem Spartel evtl. eingebranntes Essen rauskratzen oder einfach heißes Wasser im Topf erhitzen. Danach den Topf leicht mit Öl einreiben. Besser kein Sonnenblumenöl, da es schnell ranzig werden kann und dieser Geschmack auf das Essen übergehen kann. Ich beherzige auch, beim Lagern immer noch ein Tuch Küchenkrepp zwischen Deckel und Topf klemmen.

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