Huflattich: Der gelbe Spargel blüht!

Es ist Sonntag, und wir machen mal wieder eine schöne Hunderunde. Dieses Mal haben wir die Schwiegereltern mit eingepackt und wir sind mal wieder nach Weyarn gefahren. Weiter nach Thalham und runter ins Mangfalltal. Und was haben meine müden Augen dort auf unserer kleinen Wanderung entdeckt? Man kann es kaum glauben, aber am 6. Februar habe ich die ersten Blüten des Huflattich entdeckt. Das ist wirklich früh. Der Huflattich blüht normalerweise von März bis April und in milden Wintern wie in diesem Jahr auch schon im Februar…

Huflattich

Huflattich

Trotzdem große Freude, den Huflattich jetzt schon zu entdecken. Warum eigentlich gelber Spargel? Ihr müsst es probieren. Zupft einfach ein paar Blüten sammt Stängel ab, entfernt die Blätter, die sich schuppenartig am Stängel befinden und gebt sie in eine heiße Pfanne mit Olivenöl. Nur kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Hmmm. Lecker..

Der Huflattich gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse. Er bevorzugt als Standort eher karge und steinige Böden, Wegesränder, Steinbrüche oder Schuttplätze. Im Frühjahr erscheinen zuerst weißlich-filzige und violette Blütenschäfte, die mit blattartigen Schuppen besetzt sind. Die Blüten sind endständig und leuchtend gelb. Die Blätter sind grundständig, langestielt, eckig-herzförmig und grob ausgebuchtet, der Rand ist fein gesägt. Die Blattunterseite ist weiß-filzig und behaart. „Filius ante patrem“, so nannte man im Mittelalter den Huflattich. Das heisst übersetzt „der Sohn vor dem Vater“ und meinte  damit die besondere Eigenart des Huflattichs, zu blühen, lange bevor die Blätter nachkommen.

Hustenvertreiber

Der „Hustenvertreiber“ Huflattich gehört zu unseren bekanntesten Hausmitteln gegen Husten. Sein Hauptinhaltstoffe sind Schleime, die die entzündeten Schleimhäute schützen und sich als eine hauchdünne Schicht über die Haut und die Schleimhaut legt. Der Huflattich enthält besonders viele Gerbstoffe, die die Schleimhäute festigen und stärken. Huflattichtee sollte nicht länger als 3 Wochen eingenommen werden. Er enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide, die in großer Menge krebserzeugend und erbgutverändernd sind. Deshalb sollte man ihn wirklich nur in geringen Maßen genießen.

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