Birne? Beere? Felsen? – Felsenbirne

Die Felsenbirne täuscht uns ungemein. Sie ist keine Birne und schaut auch nicht danach aus, ist eher unscheinbar, so dass ich sie viele Jahre, direkt vor unserer Haustür übersehen habe, da ich ihre Früchte für ungenießbar hielt. Doch sie schmeckt richtig lecker und erinnert im Geschmack sehr an eine süße Blaubeere und lässt sich prima als Marmelade verarbeiten.

So erkenne ich die Felsenbirne

Die Felsenbirne ist ein winterharter Strauch, der erstaunlicherweise zu den Rosengewächsen gehört. Spätestens wenn man sich die Form der Früchte anschaut, erkennt man sie als kleine Äpfelchen. Im Frühling hat die Felsenbirne kleine weiße Blüten, sie bildet im Frühsommer im Juni lilafarbene kleine Früchte, die wie Blaubeeren aussehen und auch fast so schmecken und im Herbst verfärben sich die Blätter in eine wunderschöne orange-rote Herbstfärbung. Die Form der Blätter ist eiförmig und lang gestielt und an den Rändern fein gezähnt.

Die Inhaltsstoffe der Felsenbirne

Die Felsenbirne ist nicht als Heilpflanze bekannt, doch besitzt sie einige heilsame Eigenschaften. Durch ihre besonderen Inhaltsstoffe wie Eisen, Flavonoide (das ist der blaue Farbstoff), Gerbstoffe, Glykoside, Kalium, Magnesium, Pektin und Vitamin C kann sie blutdrucksenkend, schlaffördernd, entzündungshemmend und herzstärkend wirken.

So kann man die Felsenbirne verwenden

Ich finde Früchte, die man sich direkt vom Strauch pflücken und in den Mund stecken kann, am Besten. Wenn sie richtig reif und lila ist, schmeckt die Felsenbirne richtig süß. Man kann die ganze Frucht mit Kernen essen und auch verarbeiten. Wer die Kerne nicht mag, streicht das Fruchtpüree einfach durch ein Sieb. Verarbeitet habe ich sie bisher nur zur Marmelade. Da die Früchte sehr süß sind, sollte man bei einem 2:1 oder sogar 3:1 Gelierzucker unbedingt noch Zitronensaft hinzufügen.

print