Wanderung an der Ammer zwischen Ammersee und Weilheim

14 KilometerKarte

Die Amper, die südlich des Ammersees Ammer heißt, bietet so viel Neues: Sie fließt nicht nur durch Pfaffenwinkel, sondern zählt neben der Isar zu unseren liebsten Wanderflüssen in herrlicher Landschaft. Unsere sportliche 14 km lange Rundwanderung verlangt etwas Kondition, belohnt aber mit malerischen Bergblicken und dem beruhigenden Rauschen des Wassers. So, wie wir es gerne haben. Und wenn die Füße eine Pause brauchen, wartet das nette Hofgartenstüberl in Unterhausen – genau dort, wo man es am meisten schätzt.

Blühende Wiesen im Mai

Das erwartet euch auf der Wanderung entlang der Ammer

  • Die Tour: Diese unkomplizierte 15-km-Rundwanderung, startet an der Ammerbrücke zwischen Pähl und Raisting und führt uns flussaufwärts nach Unterhausen. Der Rückweg führt uns über Wielenbach, teils ein Stückerl abseits der Ammer zurück. Die Wege sind gut begehbar, bestehend aus geschotterten Wirtschaftswegen, kleinen Teerstraßen und naturnahen Pfaden. Die Route ist weitestgehend flach, was sie besonders konditionsfreundlich macht.
  • Die Besonderheiten: Auf dieser Wanderung lernen wir nicht nur die Ammer kennen, sondern genießen auch die weiten Blicke über den malerischen Pfaffenwinkel. Die Landschaft ist typisch bayerisch, mit einer Mischung aus offenem Feld und sanften Hügeln, was das Herz jedes Wanderdudes höher schlagen lässt, der auch Bergsehnsucht in sich trägt.
  • Einkehrmöglichkeiten: Unterwegs gibt es die Möglichkeit zur Einkehr im Hofgartenstüberl in Unterhausen. Das Café überzeugt durch sein gemütliches Gartenambiente, wo man sich nach der halben Strecke stärken kann.

So kommt ihr mit dem Auto oder öffentlich zur Ammer bei Pähl

  • Anfahrt mit dem Auto: Um von München zur Ammerbrücke zwischen Pähl und Raisting zu gelangen, startet ihr eure Fahrt auf der Autobahn A96 in Richtung Lindau. Nehmt dann die Ausfahrt 31-Wörthsee und folgt der Beschilderung in Richtung Weilheim, indem ihr auf die Staatsstraße ST2068 wechselt. Bleibt auf der ST2068, die später in die ST2067 übergeht, und folgt weiter den Schildern nach Raisting. Kurz bevor ihr Raisting erreicht, biegt in Richtung Pähl ab und fahrt weiter, bis ihr die Brücke über die Ammer erreicht. Plant insgesamt etwa eine Stunde für die Fahrt ein. (Google Maps)
  • Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, dem würde ich eine alternative Strecke empfehlen: Von Fischen zur dortigen Ammerbrücke gehen und dem Flussverlauf bis Weilheim folgen. Rückfahrt dann von Bahnhof Weilheim (~13 Kilometer). Die Tour ist nicht im Detail beschrieben. Anreise: Vom Münchner Hauptbahnhof geht’s mit der S8 Richtung Herrsching. Nach etwa 48 Minuten mit dem Bus 9653 bis Vorderfischen, Pähl fahren. Der Herrschinger Straße bis zur Kreuzung laufen. Dann nach der Feuerwehr auf die Dießener Straße abbiegen und auf dem Fußweg 750 Metern zum Parkplatz an der Ammerbrücke gehen. Die Wanderung führt von dort an der östlichen Uferseite (links) nach Süden.

Losgewandert und der Ammer flussaufwärts gefolgt

  • Unser kleines Wanderabenteuer beginnt an der Ammerbrücke entlang der Raistinger Straße. Hier folgen wir dem Kiesweg auf der Ostseite der Ammer – flussabwärts, mit der Strömung. Gleich von Beginn an genießen wir den Blick über die Ammer, rechts gesäumt von saftigen Wiesen, während wir uns gemütlich flussaufwärts bewegen. Rechts von uns lugen die Satellitenschüsseln der Erdfunkstelle Raisting hinter den Bäumen hervor. Übrigens, eine Wanderung von uns, die ich euch auch empfehlen kann.
  • Nach etwa 900 Metern erreichen wir das Einzelgehöft Oberer Ammerhof. Hinter den Wiesen entdecken wir den Hohenpeissenberg. Die Ammer schlängelt sich hier in sanften Bögen durch die Landschaft, was dem Ganzen einen ziemlich entspannten Touch gibt.
  • Weiter geht’s. Nach 1,4 Kilometern macht der Weg einen Rechtsknick am Wäldchen. Wir sind dem Weg rechts gefolgt, um nach der Bahnlinie für ein kurzes Stück auf der Teerstraße zu landen. Vielversprechender sah es im Nachhinein aus geradeaus zu gehen, da man sich so die Teerstraße nach der Bahnlinie sparen kann. Wagt es geradeaus zu gehen in 500 Metern die Eisenbahnbrücke zu unterqueren, dann immer schön am Fluss entlang, vorbei an der abwechslungsreichen Auenlandschaft. Entscheidet ihr!

Die Ammer

Die Ammer beginnt ihre Reise im Ammergebirge nahe der österreichischen Grenze. Nachdem sie das Ammertal verlassen hat, durchfließt sie die malerische Hügellandschaft des Pfaffenwinkels und gräbt sich tief in die Moränen und Molasse des jungen Moränengebietes der Isar-Loisach-Gletscher ein, um schließlich in den Ammersee zu münden. Nachdem der Fluss den Ammersee verlässt, wird er zur Amper und durchquert eine Endmoränenlandschaft, ehe das Ammer-Amperwasser bei Moosburg in die Isar fließt.

Die Flüsse Ammer und Amper haben einen großen Einfluss auf die Landschaft, Wirtschaft und Umwelt der Gebiete, durch die sie fließen. Sie sind nicht nur wichtig für das Aussehen der Region, sondern auch für den Naturschutz. Während der Flussabschnitt der Ammer bis Peißenberg noch ziemlich natürlich und reich an Pflanzen und Tieren ist, wurde der Teil des Flusses von Peißenberg bis zum Ammersee durch menschliche Eingriffe wie Landwirtschaft, Bebauung und Wasserkraft stark verändert.

Renaturierungsmaßnahmen an verschiedenen Stellen der Ammer sollen helfen, den Fluss in seinem natürlichen Zustand wiederherzustellen. Dabei konzentrieren sich die Maßnahmen darauf, die Uferbereiche zu verbessern, damit Pflanzen und Tiere, die am und im Fluss leben, bessere Lebensbedingungen erhalten. Hierfür werden nicht mehr benötigter Wehre zurückgebaut und natürlichen Flusskurven und -armen neu belebt.

  • Nach weiteren 550 Metern überqueren wir die Ammer auf einer Autobrücke, folgen kurz der Autostraße und biegen dann auf einen Schotterweg rechts ab, der uns wieder zum rechten Ufer der Ammer führt. Von hier aus folgen wir dem Fluss flussaufwärts. Der kleine Ort Wielenbach mit seinem markanten Kirchturm grüßt uns von links.
  • 600 Meter später erreichen wir das ehemalige Grundwehr III. Bis 2017 befand sich hier die 1,60 Meter hohe Solgleite. Nach einem zweijährigen Umbau präsentiert sich der Flusslauf nun in einem natürlichen, durchgängigen Zustand, der es Fischen ermöglicht, wieder flussaufwärts zu wandern.
  • In weiteren 1,3 Kilometern gelangen wir zur Brücke bei Unterhausen. Von hier dem Schotterweg auf der anderen Straßenseite gefolgt und in weiteren 450 Metern links abgebogen. Am Feldweg nahe der Bäume scharf links gehalten. Im Wald kreuzen wir einen Altwasserarm in 120 Meter links auf einem Naturweg abzubiegen. Ein herrlicher Wegabschnitt.
  • An der Teerstraße rechts und gleich darauf wieder rechts auf der Reistinger Straße nach Unterhausen wandern wir über die Bahnlinie. Neugierige Kühe und malerische Häuser winken uns zu, während wir durch das Gemeinwesen mit Kindergarten und Kirche spazieren. Bei der Dorfstraße biegen wir rechts ab und erreichen in 200 Metern links den Hofgarten Pfaffenwinkel mit dem gemütlichen Hofgartenstüberl. Hier ist eine Pause mit Köstlichkeiten aus der Region oder einer Tasse Kaffee im Garten oder auf der Terrasse ein Muss. Ein Hinweisschild gabs keines. Das Café existiert in der Dorfstraße 4 tatsächlich.

Café Hofgarten in Unterhausen

Unser Besuch im Hofcafé war wirklich angenehm. Die Atmosphäre ist wunderschön. Der Service war sehr freundlich, Kuchen und Cappuccino lecker. Es ist uns aufgefallen, dass das Café ein beliebter Anlaufpunkt für Radfahrer und Besucher ist, die auf dem Rückweg von ihren Ausflügen einkehren. Zusätzlich bietet das Café nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch ein großartiges Frühstück und saisonale Veranstaltungen. Ein idealer Ort auch für Familien mit Kindern sei, dank der Kleintiere und Spielplätze vor Ort.

Besuch im Hofcafe in Unterhausen bei Weilheim
  • Adresse: Dorfstraße 4, 82362 Weilheim in Oberbayern
  • Öffnungszeiten: im Frühjahr, Freitag 14.00 – 18.00 Uhr, samstags und sonntags10.00 – 18.00 Uhr. Checkt bitte zu anderer Jahreszeit die Website des Hofgartenstüberls
  • Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg, folgen vor dem Haus dem asphaltierten Feldweg 750 Meter nach Norden Richtung Wielenbach. Kurz vor dem Ort queren wir den Murnauer Bach. An einer Abzweigung könnten wir rechts zu einem Kneipp Becken abbiegen, entscheiden uns aber, geradeaus weiterzugehen. Der Weg schmälert sich zu einem Fußpfad, und kurz vor der Forster Straße grüßt uns ein Storchennest auf einem Elektromast.
  • Kurz vor der Forster Straße, nach weiteren 300 Metern, entdecken wir ein Storchennest auf einem Elektromast. Ein kleiner emotionaler Höhepunkt unserer Tour! Die Forster Straße queren wir und schlendern am Fußweg entlang, vorbei an der Feuerwehr.
  • Über eine Brücke setzen wir unseren Weg fort und folgen rechts der Brunnenbachstraße. Nach 120 Metern biegen wir links in die Rudolf Seeberger Allee ein und wandern durch den Ort. Leider keine Alleebäume hier, was schade ist, aber man kann nicht alles haben. An der nächsten Gabelung, nach 140 Metern, biegen wir links in die Demollstraße ein. Ein Schild weist uns den Weg zum Bayerischen Landesamt für Umwelt, das wir nach weiteren 600 Metern erreichen. Dieser Abschnitt des Weges ist vielleicht ein wenig langweilig, aber ein guter Moment, um die vorherige Idylle Revue passieren zu lassen.
  • Vorbei am Landesamt für Umwelt geht es weiter, und nach 370 Metern an der ersten Möglichkeit biegen wir links ab. Wir folgen dem Feldweg bis zur nächsten Abzweigung und biegen wieder links ab (nochmal 270 Meter). Der Weg führt uns in einiger Entfernung am Zaun des Landesamtes vorbei, kreuzt einen Graben, und dann folgen wir dem Weg auf der anderen Seite des Grabens nach Norden. Rechts von uns liegen Felder, links eine parkähnliche Landschaft mit einigen beeindruckenden Baumriesen.
  • Nach 250 Metern macht der Weg einen Linksbogen, der uns zurück zur Ammer führt. Rechts abgebogen. Nach insgesamt 1,5 Kilometern erreichen wir unseren Ausgangspunkt.

Ammer-Wanderkarte zwischen Pähl und Weilheim

Um die Bushaltestelle in Fischen zu sehen, aus der Karte herauszoomen.

Author:in

Helmut Eder

Das Spannende liegt nicht immer am Ende des Regenbogens. Immer auf der Suche nach den kleinen Abenteuern und Geheimnissen, die man draussen findet wenn man unterwegs ist. Ich blogge über unsere Touren, meist im Süden von München und das, was uns so bei den Runden in den Kopf kommt.