Sommer-Cut: Bayerische Trekking Lamas scheren

Was hat unser Pudel-Mischling mit Lamas gemein? Ihr Fell wächst und wächst. Kein natürlicher Fellwechsel sorgt dafür, dass man im Frühjahr/Sommer den dicken Pullover abstreift und erleichtert in den Biergarten wandern kann. Ok, das mit den Biergarten ist Schmarrn, aber Trecking Lamas (und Pudel-Mixe) kommen auf ihren Trekking-Touren den Biergärten schon verflixt nahe. Man sollte Lamas vor der größten Hitze scheren, auch damit das Fell wieder etwas nachwachsen kann (auch Lamas können Sonnenbrand bekommen) und die UV-Strahlen helfen Vitamin D zu produzieren, was die Einlagerung von Calzium in den Knochen und Gewebe unterstützt (für Jungtiere wichtig). Einfach Nutella essen ist nicht, weil ungesund.

Gitta und ich waren am Samstag bei Isolde und Hans, um uns mal das Sommer-Cutting vom Nahen anzusehen.

Video: Lamas bei der Schur

Trekking Lamas scheren ist Teamwork

Will man die Lama-Wolle weiter verwerten, ist es wichtig zuvor das Fell ordentlich zu bürsten. Da Lamafasern hypoallergen sind, ist es besonders für Menschen attraktiv, die auf Wolle allergisch reagieren. Auch hat Lamawolle eine antibakterielle Wirkung. Bakterien können sich auf der Oberfläche nicht vermehren und sterben ab. Lästiges Müffeln gibt es daher nicht. Will man nicht nur den Lamas Erleichterung verschaffen, sondern auch noch Lamafell „ernten“ heißt es auch bei der Lama-Schur: „Viele Hände, schnelles Ende“.

Da hatten Isolde und ihre Helfer-Freunde schon vorgearbeitet. Gitta und ich waren etwas später dran und haben festgestellt, dass jeder wusste, wo er anlangen musste. Striegeln, halten, Lama beruhigen und scheren und die Wolle nach Lama und Farbe in die richtigen Plastik-Säcke verpacken: Es sind viele Handgriffe, die ineinander greifen müssen. Das alles Funktioniert am Besten, wenn das Lama im Klauenstand eingeklemmt ist. Der Kopf ist fixiert. Ein Gitter zur rechten und linken Seite verhindern das Ausbrechen des Lamas. Auf diese Weise kann der Chef mit der Schermaschine sich optimal mit dem Lama beschäftigen und am Ende die Krallen stutzen.

Lamaspucke gehört zum Lama-Scheren

Und die Lamas? Sie haben ihren eigene Persönlichkeit und gingen mit dem Scheren sehr unterschiedlich um.
Fernando, der männliche Lama-Teenager hat es locker genommen. Während ruhiges Zureden und sanftes Streicheln am Hals reichte, ihn kurz und unkompliziert von seiner Wolle zu befreien. Das Lamas spucken hat man schon gehört und bei der Lama-Schur gehört es praktisch dazu. Das es unterschiedliche Lamaspucke gibt, war uns allerdings neu. Die grüne Spucke ist die Stinkespucke, die kommt nämlich direkt aus dem Magen. Gina z.B. die Lamadame mit ihrer frechen Strubbelfrisur war weniger cool und hat deswegen die eklige grüne Müffelspucke produziert. Wir haben zum Glück nichts davon abbekommen.

Nach dem Lama-Scheren ist vor der Lama Trekking-Tour

Es ist gewiss ein tolles Gefühl so befreit auf der Wiese zu stehen. Das Allertollste scheint es zu sein, sich als Lama in die Erdkuhle zu werfen und sich im Staub zu wälzen und sich vom juckenden Resthaar zu befreien.

Ready for Trekking! Fast zeitgleich mit der Rasur des letzten Lamas hat sich eine Wander- und Trekking-Gruppe angekündigt, die das Vergnügen hatte, mit den frischgeschorenen Lamas in den Wald zu wandern. Man hat gemerkt wie Mensch und Lamas begeistert waren aufzubrechen. Hat bestimmt viel Spaß gemacht!

Lamaland Loher in Aying bei München

Anfahrt von München über die Autobahn Salzburg (A8) bis Ausfahrt Hofoldinger Forst oder mit der S-Bahn S7 bis Großhelfendorf  und kurzem 10 Minuten Fußmarsch.

Kontakt

Neugöggenhofen 7
85653 Aying
0178/1419626

www.lamaland-loher.de