Allen, die nur eine Richtung für Ausflüge kennen, den möchten wir unbedingt empfehlen, sich mal entgegen ihrer eigenen Homebase zu orientieren. Wer im Westen von München lebt und auskennt wird bestätigen, dass die Gegend rund um Alling nicht nur eine für Bayern sehr spannenden geschichtlichen Ecke ist, sondern auch einige wirklich überraschende Fernblicke erleben durften, die hier nicht erwartet wurden. Von den Lamas, der klasse Einkehrmöglichkeit und der abwechslungsreichen Wegführung mal abgesehen. Die Tour haben wir sehr genommen.
Tipp: Kombiniert die Tour mit dem Biburger-Blütenfest. Es findet bei gutem Wetter jeden ersten Sonntag im Mai statt.

Das erwartet Euch auf der Wanderung zwischen Alling und Biburg
Charakter
Landschaftlich abwechslungsreiche Rundwanderung durch Felder, Waldpassagen und kleine Ortschaften mit schöner Aussicht. Die Wege wechseln zwischen Naturpfaden, Schotter, Asphalt und kurzen Pfadabschnitten. Nach Regen kann es stellenweise matschig werden – gute, wasserfeste Schuhe sind empfehlenswert. Ideal im Frühling und Herbst. Besonders schön: die weiten Ausblicke über das oberbayerische Hügelland
Tourendetails
- 9,9 km, 2:30 h, 81 Höhenmeter
- Kategorie: Leichte Wanderung. Die Rundwanderung eignet sich besonders für Gelegenheitswanderer, Familien mit älteren Kindern, Paare und Hundebesitzer, ideal für einen aktiven Halbtagsausflug ohne große Herausforderungen.
Mehr Informationen zu den Wanderklassen und ähnlichen Touren mit vergleichbarer Länge und Anspruch gibts hier: Wanderungen für jedes Fitnesslevel in und um München
Besonderheiten
- Burgstall Alling
- Historisch bedeutende Region – Ort der Schlacht bei Alling (1422)
- Stimmungsvolle Blicke über Felder und sanfte Hügel
- Möglichkeit zur Verbindung mit dem Blumenfest in Biburg am ersten Maiwochenende
Einkehrmöglichkeiten
- Alpaka Beach Alling: familienfreundliche Freizeit- und Eventanlage mit Gastronomiebereich (Snacks, Getränke, Bar, Biergarten
- Oberer Wirt: Regionale und bodenständige Wirtschaft in Biburg


Anfahrt von München nach Alling mit Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln
Anfahrt mit dem Auto: Vom Stadtteil Sendling-Westpark auf die A96 in Richtung Lindau auffahren und bis zum Dreieck München-Süd-West fahren. Dort auf die A99 Richtung Nürnberg/Stuttgart wechseln und an der Ausfahrt 6 Germering-Nord auf die B2 in Richtung Fürstenfeldbruck abbiegen. Der B2 rund sieben Kilometer folgen und die Ausfahrt Starnberg/Gilching/Alling nehmen. Über die Hoflacher Straße ins Ortszentrum fahren, dann rechts in „Am Kirchberg“ abbiegen und der Straße bis zum Friedhof folgen. Das Ziel befindet sich auf der linken Seite. Die Fahrt dauert etwa 19 Minuten und beträgt knapp 20 Kilometer.
Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom München Hauptbahnhof (tief) mit der S8 Richtung Herrsching bis Germering-Unterpfaffenhofen fahren (ca. 22 Minuten). Von dort sind es etwa 2 Minuten zu Fuß zur Bushaltestelle. Samstags fährt der Bus 852 Richtung Fürstenfeldbruck etwa stündlich. Nach rund 14 Minuten erreichst du die Haltestelle Alling, Weidenlohstraße. Von dort sind es noch ca. 8 Minuten (500 m) zu Fuß über die Hoflacher Straße und Am Kirchberg bis zum Friedhof.
Sonntags verkehrt der Bus 852 nicht. Stattdessen kann ab Germering-Unterpfaffenhofen das MVV-RufTaxi (Linien 8400 oder 8500) gebucht werden, das dich direkt nach Alling bringt. Die Fahrtzeit liegt je nach Anschluss zwischen 45 und 60 Minuten
Von Allinger Friedhof über den Burgstall zu den Allinger Weihern spazieren
Start am Friedhof Alling
- Vom Parkplatz vor dem Friedhof Alling aus beginnen wir unsere Runde mit einem kleinen Umweg zum Allinger Burgstall. Der Zugang liegt entweder außen am Friedhofszaun entlang oder – wenn das Tor geöffnet ist – direkt durch das Gitter an der Westseite. Letzteres spart ein paar Schritte, ist aber nicht immer möglich. Für Hunde endet der Ausflug hier: das Gelände ist kein offizielles Gassigehrevier.
- Nur etwa 50 Meter weiter liegt eine kleine Baumgruppe, darin verstecken sich die letzten Überreste des einstigen Alliger-Burgstalls. Von der Anlage selbst ist kaum mehr zu sehen als ein paar Wälle, aber eine Infotafel gibt Aufschluss.
Am Alpaka Beach vorbei
- Nach rund 450 Metern biegt links ein Weg zum „Alpaka Beach“ ab. Die Tiere lassen sich meist blicken, die Beachvolleyballspieler nicht immer. Wer mag, kann später hier einkehren. Jetzt geht es weiter bergab, am Parkplatz vorbei.
- Die Landschaft verändert sich: Der Isar-Loisach-Gletscher hat hier eine breite Schotterterrasse hinterlassen. Links taucht der Kirchturm von Alling auf, rechts öffnet sich der Blick ins flache Moos. Bald treffen wir auf eine kleine Teerstraße, die Waldtrasse. Wir biegen nach rechts. Autos fahren hier selten, doch Hunde sollten besser an die Leine. Wer mag, kann auf den kaum sichtbaren Pfad parallel zur Straße ausweichen.
Alpaka Beach
Alpaka Beach Alling ist eine 20.000 m² große, öffentlich zugängliche Freizeit- und Eventanlage mit Beachvolleyballfeldern, Tennisplatz, Kletterwand, Kinderspielbereichen und einem kleinen Lama-Gehege. Es gibt einen Gastronomiebereich mit Snacks, Getränken, Bar und Biergarten. Grillen ist ganzjährig erlaubt, Grillgut darf mitgebracht werden, Getränke müssen vor Ort gekauft werden. Die Anlage ist familienfreundlich und ohne Mitgliedschaft nutzbar, auch für Feiern und Firmenevents geeignet.




Am Russengraben entlang
- Etwa 250 Meter später zweigen wir links auf einen Feldweg ab, nach rund 100 Metern dann wieder rechts – hinein ins Grabenland. Der sogenannte Russengraben begleitet uns nun eine Weile. Am Weg liegen mehrere Fischweiher, ruhig und meist von Enten bewohnt. Der größte Weiher, der Allinger Weiher, markiert unsere nächste Abzweigung. Hier geht es rechts, zurück Richtung Teerstraße. Zwischendurch lohnt sich ein Blick über die Wiesen ins Moos, wo der Starzelbach seine Schleifen zieht.




Durch den Forst nach Gagers
- An der Straße gehen wir etwa 25 Meter nach rechts, dann führt ein Feldweg schräg gegenüber hangaufwärts zum Waldrand. Nach 250 Metern beginnt der Wald. Der Pfad führt etwa 300 Meter durch das Gehölz, bevor wir wieder offenes Feld erreichen. Wir folgen dem Waldrand kurz, dann geht es wieder rechts in den Forst hinein.
- An einer Fichtenschonung halten wir uns links. Der Weg ist gut erkennbar: im Zweifel rechts abbiegen. Bald treffen wir auf einen breiteren Forstweg und folgen diesem nach links. Nach einem Rechtsbogen überqueren wir den Birkenmoosgraben. Ein schöner Ort für eine kurze Rast. Der Weg führt weiter bis Gagers. Schon am Ortseingang erwarten uns einige neugierige Ziegen und Höfe, die zwar nicht frisch gestrichen, dafür aber mit viel Charakter daherkommen. Der Blick reicht bei gutem Wetter bis München.




Abstecher oder Rückweg – Entscheidung in Gagers
An der eher unscheinbaren Bushaltestelle in Gagers Zentrum. Wer zum Wirt nach Biburg möchte, nimmt die Straße nach links. Alle anderen halten sich rechts und gehen in Richtung Ausgangspunkt zurück.
Zum Wirt nach Biburg
- Wer den Weg zum Gasthof wählt, folgt zunächst einem Feldweg linker Hand, nach dem letzten Haus. In der Ferne ist der schlanke Fernmeldeturm von Schöngeising zu sehen. Nach rund 850 Metern erreichen wir einen allein stehenden Baum (hinter dem durcherten Landwirtschaftsbetrieb), biegen dort rechts ab und gelangen über die Schlagfeldstraße nach Alling. Nach dem Überqueren der Angerstraße geht es geradeaus weiter. Am Fußballplatz vorbei erkennen wir rechter Hand einen Spielplatz, dahinter erneut der vertraute Kirchturm. Wir treffen auf die Kirchenstraße. Der Obere Wirt liegt gegenüber, keine 150 Meter entfernt.




Von Biburg zurück nach Alling
- Nach der Einkehr gehen wir die Dorfstraße nach Osten, am Dorfweiher vorbei und dann bergauf, zurück nach Gagers. Der Rückweg beginnt hier.




Rückweg von Gagers nach Alling
- Von Gagers führt ein breiter, geschotterter Weg Richtung Osten. An der ersten Weggabelung bleiben wir geradeaus. Der Weg macht bald einen Rechtsbogen und senkt sich in den Birkenmoosgraben. Dahinter sehen wir bereits den Kirchturm von Alling. In der Senke überqueren wir einen kleinen Wassergraben, dann zweigt links ein naturbelassener Wiesenweg ab, der sich am Hang entlangzieht. Etwas schneller und zur Alpaka-Beach gehts geradeaus.
- An der nächsten Wegkreuzung gehen wir erneut geradeaus. Zwischen den Bäumen ist bereits der Kirchturm von St. Maria und Georg zu erkennen. Die Kirche steht auf Privatgrund und ist in der Regel nicht zugänglich. Ein Abstecher lohnt also nur für Neugierige. Etwa 250 Meter weiter biegen wir rechts auf einen Feldweg ab, der uns auf direktem Weg zurück nach Alling bringt.
Ankunft am Ausgangspunkt
- Nach dem Jägerhof bietet sich eine letzte Abkürzung: Gegenüber dem Edelfeldweg führt eine Hofzufahrt zu einer kleinen Treppe hinauf zum Parkplatz Am Kirchberg. Damit schließt sich der Rundweg.


Weitere Wanderungen in der Region
- Wanderung vom Kloster Fürstenfeld nach Schöngeising
- Amperschlucht: Geheimnisvolle Opfersteine, vergangene Burg und Zeitreise am Jexhof
- Begehbares Bilderbuch: Rund um den Weßlinger See Erinnerungen malen
Wanderkarte von Alling nach Biburg
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