Wanderung von Münster übers Kupferbachtal nach Glonn

Seit wir an dem Blog schreiben, waren wir mit diesem Besuch zum dritten Mal im Kupferbachtal. Im Frühjahr war das Wetter so schlecht, dass ich mit den Fotos überhaupt nichts anfangen konnte. Im strömenden Regen war jede Stimmung weggeschwommen. Die übrigen Wanderrunden bekomme ich gar nicht mehr gezählt. Ihr merkt, wir waren schon häufiger hier. Meist starten wir in Münster bei Egmating, weil man etwa bei der Hälfte in Glonn einkehren kann. Im Sommer bietet sich ein Zwischenstopp im Naturschwimmbad an, wenn es kalt ist, kann man sich im Wirtshaus an der Wiesmühle aufwärmen. Was die kleine Wanderung aber so praktisch macht ist, dass sie wunderbar nach Lust und Laune erweitert oder verkürzt werden kann und durchaus als abwechslungsreich bezeichnet werden kann. Die Länge variiert zwischen 6,8 und bis knapp 10 Kilometer.

Am letzten Wochenende war es dann mal wieder soweit. Das Kupferbachtal musste für einen Abstecher herhalten, da wir und auch der Hund mal wieder dringend Auslauf brauchten. Außerdem hatten wir Besuch von Gitta’s Cousine aus dem Norden und dem wollten wir auch noch ein bisserl bayerisches Lokalkolorith bieten. Darum haben wir uns dieses Mal für die etwa 9.2 Kilometer lange Runde entschieden, die weitgehend auf guten Wegen führt, aber auch und Strecken ohne Weg in Wald und Wiese beinhalten (und sind trotzdem gut zu finden). Als Schmankerl sollte es mit dem Besuch des „Laubberges“ noch einen Blick auf das Alpenpanorama geben.

Also, auf geht’s nach Münster. Falls ihr es im Navi nicht gleich findet, gebt mal als Zusatz „Egmating“ ein. Parken könnt ihr in der Kilistraße, die auch nach Frauenreuth führt, unweit der Gaststätte Haflhof. Wir starten, indem wir die kleine Teerstraße folgen, die am letzten Bauernhof einen südwestlichen Bogen beschreibt und abwärts in ein Seitenausläufer des Kupferbachtales führt. Verkehr gibt es hier nur wenig und durch die Hanglage schreitet es sich fast von alleine. In der Talsohle des Augrabens erwarten uns herrlich grüne Wiesen, eingesäumt von Mischwald.

Zahl links (Bauernhofcafe), Adler rechts (Spielberg)

Ihr könnt es wie Krabat machen und an der nächsten Abzweigung entscheiden, ob ihr den Weg links über Reisenthal nach Frauenreuth  folgt oder die größere Runde über Loibersdorf/Spielberg geht. Wir entscheiden uns für links und kommen nach 800 Meter zum Weiler Reisenthal im Kupferbachtal. Der in siebter Generation bewirtschaftete Bauernhof liegt in wunderbarer Alleinlage am Kupferbach. Von Zeit zu Zeit finden in dem als Erlebnisbauernhof positionierten landwirtschaftlichen Betrieb Veranstaltungen z.B. für Schulen, Kindergärten statt. Und die Familie Esterl hat noch viel vor. Mit der „Reystalerin“ ist man gerade dabei sich ein weiteres Standbein mit einen Bauernhofcafe zu schaffen. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Das Kupferbachtal

Südlich von München finden wir zahlreiche Überbleibsel der Eiszeit. So ist lt. Wikipedia auch das Kupferbachtal als vor 18.000 Jahren die Schmelzwässer des Inn-Chiemsee-Gletschers und teilweise des Isar-Gletschers nicht in das noch mit Eis gefüllte Rosenheimer Becken abfließen konnten und somit am Gletscherand einer länger dauernden Stillstandsperiode  etwa 1.500 Jahre lang nach Nordosten in Richtung Wasserburg hin abflossen.

Das Kupferbachtal erstreckt sich über die Gemeindegrenzen von Feldkirchen-Westerham, Aying und Markt Glonn.

Weiter nach Glonn oder den Hang hinauf nach Frauenreuth?

Auch hier könnt ihr entscheiden, ob ihr die Runde kürzer oder länger halten wollt. Kürzer ist es dem Kupferbachtal nördlich Richtung Glonn zu folgen. Die Teerstraßse ist für Autos gesperrt und daher sehr gemütlich zu gehen. Alternativ könnt ihr die Straße hinauf nach Frauenreuth gehen.

Unser Weg ist der nach oben, da wir hoffen vom „Laubberg“ einen schönen Blick auf das Alpenpanorama erhaschen zu können. Die Steigung ist moderat und der Ort nach 550 Meter schnell erreicht. An der Kath. Filial- und Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt biegen wir links nach Norden ab. Die Straße wird zum Feldweg.

Der „Laubberg“ ist eigentlich nur eine sanfte Erhebung, die sich hinterhalb von Frauenreuth erhebt. Zu erkennen ist er, dass an seiner höchsten Erhebung ein Jägerstand steht. Der Weg dorthin geht nur über die Wiese. Trotzdem ist der Blick ein Schöner, wenn die Wetterlage es zulässt. Unserem Gast Sylvia können wir heute leider keine Alpen zeigen, da sie sich im Dunst verstecken. Schade. Zurück auf den Weg. Unterwegs wird gerade der letzte Schnitt des Jahres eingebracht.

Im spitzen Winkel stoßen wir auf die Feldkirchner Strasse, die von Glonn nach Feldkirchen Westerham führt.
Es ist aber nicht notwendig lange auf der Landstraße zu verweilen, denn schon nach wenigen Metern sehen wir links einen weiteren Feldweg, der im nahen Wald verschwindet. Wir folgen. Etwas matschig geht es wieder hinunter ins Kupferbachtal. Als wir am Talboden durch die Bäume die Wiesen sehen, nehmen wir die Direttissima. Sucht Euch den Weg zum nahen Waldrand von wo ihr schon den Weg seht, den ihr weiter nach Norden nach Glonn folgt.

Weiter nach Glonn und über die Felder zurück

Es sind etwa 800 Meter bis zu den ersten Häusern von Glonn. Entscheidet, ob ihr an der Brücke über den Kupferbach links in die Siedlung geht und den Rückweg einschlagt, oder weitere 300 Meter weiter zum Freibad bzw. dem Wirtshaus an der Wiesmühle weitergeht. Das Ambiente dort ist ein trödeliges Durcheinander, das Essen aber ganz ok.

Wir gehen an der Brücke gleich links, folgen der Waldstraße bis rechts am Hang ein kleiner Pfad beginnt, der den Hang hinauf führt, und Euch zu den oben gelegenen Feldern führt. Um auf den westlich in etwa 300 Meter gelegenen Weg zu kommen, wählen wir den Saum zwischen den Feldern (Map: „kleine Orientierungshilfe“ beachten).  Bei Regen braucht ihr gute Schuhe. Besser ist es dann den Feldweg zuerst nach rechts zu gehen. Nach 360 Metern und einem Linksbogen seit ihr auch auf den Weg, den ich in südlicher Richtung folgt.

Der Weg auf den wir  stoßen führt direkt nach Süden. Er scheint sich mal in den Wiesen zu verlieren, doch bereits im nächsten Waldstück ist er wieder mehr als deutlich zu sehen und gut zu beschreiten. Nach etwa einem Kilometer biegen wir an einem Feldweg nach Westen ab, bevor der Weg auf den wir gehen wieder ins Kupferbachtal führt. Wir stoßen nach einigen 100 Meter kurz vor Münster wieder auf die Teerstraße, der wir zum Start ins Kupferbachtal gefolgt sind.  Zum Auto ist es nicht mehr weit.

Viel Spaß beim Nachwandern!

Kleine Orientierungshilfe

Vergleicht die Touren. Ihr seht, dass ihr sie beliebig miteinander kombinieren könnt!

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RAUF UND RUNTER IM KUPFERBACHTAL Wegvariante 1

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: 47.970962, 11.837854
Laubberg: 47.964468, 11.854677
Gasthaus zur Wiesmühle: 47.981376, 11.863711
Haflhof: 47.971221, 11.836975
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RAUF UND RUNTER IM KUPFERBACHTAL Wegvariante 2

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RAUF UND RUNTER IM KUPFERBACHTAL Wegvariante 2: 47.967716, 11.849667
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