Wanderung „Zur Schönen Aussicht“ bei Kleinhöhenrain

(Wanderoptionen 5,0, 6,6 und 7,5 Kilometer) Was wären unsere Wanderungen ohne die Tour zur Ausflugsgaststätte “Schönen Aussicht” bei Kleinhöhenrain. Etwas nördlich vom Irschenberg gelegen, macht unser Ziel seinem Namen alle Ehre. Die beginnenden Berge der Chiemgauer Alpen liegen vor uns, davor sanfte Hügel, Wald und das nahe Bruckmühl. Wer das Panorama zusätzlich mit ehrlicher bayrischer Küche verbinden möchte, ist hier genau am richtigen Ort.  Der Wirtsgarten liegt unter weitläufigen Bäumen und im unmittelbaren Schatten der kleinen Kirche St. Bartholomäus. Vielleicht ist die „Schöne Aussicht“ einen kleinen Tick vom Schuss abgelegen, da man hier eher Einheimische findet, die hier Erholung suchen – und definitiv finden. Gut so!

Blick vom Wirtstsgarten „Zur schönen Aussicht“

Zwei Wandertouren bieten sich zur „Schönen Aussicht“ an:

Tour#1: Die ausgedehnte Wald- und Wiesen-Wanderung vom Norden her

Eine ausgedehnte Rundtour von 7,5 Kilometer, die wir mit diesem Beitrag ausführlicher beschreiben wollen. Wahnsinnig schön im Sommer, wenn die Wiesen gemäht sind und wir sie mit gutem Gewissen kreuzen können. Kürzere Steigungen muss man bewältigen können. Wir wandern teilweise auf dem Bienenlehrpfad und dem „Wanderweg der Sinne“. Knapp 500 Meter geht es ab Ginsham auf der Landstraße, ansonsten auf Wald- und Feldwegen. Obwohl auf jeder Wanderkarte verzeichnet, ist am Ende unserer Tour die Strecke 150 Meter an einer Grundstücksgrenze ohne sichtbaren Weg zurückzulegen. Für Kinderwägen bedingt geeignet. 

Tour#2: Die Kurztour auf den „Wanderweg der Sinne“ vom Süden aus

Ab Maxhofen geht es es zur Schönen Aussicht und dort fast gleicher Strecke zurück (5 Km). Meine Empfehlung: Mach doch den netten Abstecher zum netten Gasthof “Schaukelpferd” in Ginsham, wo ihr euch nach dem Mittagessen in Kleinhöhenrain noch einen Kuchen auf die Hüfte kleben könnt (+1,5 Km). Leichte Wandertour  mit moderatem Anstieg, kinderwagengeeignet. Der Start der Wanderung ist südlich der Schönen Aussicht bei Bruckmühl gelegen. Am Ende des Beitrags findet ihr eine Orientierungskarte.

Tour #1: Losgewandert im Glonntal an der Kreisstraße RO8 beim Winterblöcker

Wir parken das Auto nahe der Kreisstraße RO8 etwa 20 Meter nach einer Einfahrt zum Weiler Winterblöcker. Kurz zurück zur Straße, aber keine Angst, nur 50 Meter westlich (links) biegen wir bereits auf den kleinen und wenig frequentierten Fahrweg ab. Leicht ansteigend, blickt oberhalb des Glonntales und in einiger Entfernung, der Kirchturm von Großhöhenrain zu uns herunter. Etwa hier verlief auch zur Römerzeit die Via Julia. Etwas weiter im Norden entdecken Gitta und ich den pittoresken Kirchturm von Jakobsbaiern, den wir vor einiger Zeit über Piusheim angewandert haben. Eine Tour, die uns übrigens auch recht gut gefallen hat

Schon am nahen Gehöft in 200 Metern biegen wir von der Teerstraße in den Feldweg nach Süden (links) ab, um unweit hinter der nahen Baumgruppe uns für eine Wegvariante zu entscheiden:

Weg rechts: Weiher und Wiesenweg
Wenn im Sommer die Wiesen gemäht sind und das Gras trocken, bietet sich der Weg entlang des Weihers. Der Feldweg beschreibt einen Bogen und verläuft nahe des Ufers parallel zum Gewässer bis zur Einfahrt auf das Privatgelände, das wir nicht betreten. Dahinter verläuft sich der Weg in den Talwiesen. Schön und ruhig ist es hier. Etwa einen Kilometer folgen wir dem Saum der grünen Weiden, um etwa 100 Meter hinterhalb der Stromleitung den Talboden zu verlassen und westlich entlang des Waldrandes hangaufwärts zu steigen. Etwas südlich des Gehöftes mit dem schönen Namen „Loch“ stoßen wir erst auf einen Feldweg und dann auf den geteerten Lohmayrweg.

Weg rechts: Weiher und Wiesenweg

Direkter und deutlich einfacher kommt ihr weiter, wenn ihr den Forstweg wählt, der nach 600 Meter auf den Lohmayrweg stößt (nicht links abbiegen). Links nach Süden abgebogen vereinen sich alsbald beide Wegvarianten nach dem  Weiler „Loch“. Die Schautafeln rechts und links der kleinen Straße gehören zum Bienenlehrpfad.

Der Kleinhöhenrainer-Bienenlehrpfad

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren der Landwirtschaft, da sie nicht nur Honig produzieren, sondern auch für die Befruchtung der Pflanzen zuständig sind, ohne die keine Früchte wachsen würden. Lokale Imker und Förderer haben 2012  den 2,3 Kilometer langen Bienenlehrpfad um Kleinhöhenrain errichtet, um über die Vielfalt und die Bedeutung der Bienen und ihrer Artgenossen für das Ökosystem zu informieren. Zu erleben gibt es z.B. 30 Infotafeln ein „Wäldchen für die Jugend“, „Abenteuerspielplatz“ oder ein „Bienenkino“ am Gasthof-Hotel „Schöne Aussicht“.

Wer die Runde vollständig abwandern und alle Stationen erleben möchte, startet am besten am Pavillion vor dem Gasthof „Zur schönen Aussicht“.

Der Lohmayrweg beschreibt  – auf- und abführend – einen Halbkreis der zwischen Klein- und Großhöhenrain Einzelgehöfte miteinander verbindet und wenig befahren ist. Auf ihm halten wir uns südlich und kommen schon bald an der „Alten Schäferei“ vorbei, in dem Seminare und Veranstaltungen über WildkräuterNaturkosmetik veranstaltet werden.

Ab hier nicht schnaufen, sondern ruhig und gemächlich die Strauße hinauf nach Kleinhöhenrain gehen und die Tafeln des Bienenlehrpfades lesen. Nach 450 Metern ist die Dorfstraße erreicht, an der man zunächst rechts in den Ort abbiegt, da es keine, zumindest offizielle, Abkürzung zum Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ gibt. Genießt unterwegs die schönen Ausblicke ins Voralpenland. Im kleinen Ortskern der Beschilderung folgen. Ihr habt es so gut wie geschafft.

Kleinhöhenrain: Blick nach Osten

St. Bartholomäus und Gasthof „Zur schönen Aussicht“

„Zur Schönen Aussicht“ gehören zwei Dinge: 1. Die kleine spätbarocke Kirche St. Bartholomäus, deren Ursprünge bis 1200 zurückreichen und der nahe gelegene Hof, der seit 375 Jahren in Familienbesitz ist und in dem seit mindestens 280 Jahren  eine Gaststube betrieben wird. Beten und Genießen macht an dieser Stelle absolut Sinn. Durch die erhabene Lage ist der Panoramablick (PDF mit Berggipfel) auch wirklich ein Brett. Bei klarer Sicht erkennt man die Gebirgskette von den Berchtesgardener Alpen über das Inn- und Mangfalltal bis hin zur Benediktenwand. Anders herum ist der Kirchturm von St. Bartholomäus auch aus weiten Teilen des östlichen Mangfalltales gut erkennbar.

Ob zum Beispiel das Bierschnitzel (10,80 €*), der Schweinekrustenbraten (10,40 €*)  oder die Kalbshaxe (16,50 €*), wer gerne ein Stück Fleisch auf dem Teller hat, kommt im Gasthaus „Zur Schönen Aussicht“ voll auf seine Kosten. Vegetarier haben es hier schwerer, da nur wenige Gerichte wie Kaiserschmarrn (9,80 €*), Bauernnudeln, Beilagen- oder Käsesalat zur Auswahl stehen. Ausgeschänkt wird Bier vom Auer Bräu Rosenheim.
Das Gasthaus bietet übrigens auch Zimmer.   * Preise August 2018.

Adresse Wirthaus  „Zur Schönen Asssicht“:

Schöne Aussicht 9, 83620 Feldkirchen-Westerham, Telefon: 08063 8663, Website

Tolle Herbstimpression vom „Da Mangfalltaler“  von der „Schönen Aussicht / Kleinhöhenrain

https://www.youtube.com/watch?v=0_h7NSkI2Jk

Über dem „Wanderweg der Sinne“ von Kleinhöhenrain nach Ginsham

Östlich der Kirche St. Bartholomäus folgen wir dem Kreuzweg in umgekehrter Richtung hinab nach Süden. Zuerst über Feldwege erreichen wir den nahen Wald in knapp 600 Meter Entfernung. Es macht Spaß auf dem Wanderweg der Sinne“ (eigene Website) zu gehen, da er wirklich schön angelegt ist, durch den Forst mäandert und über kleine Brücken führt. Ab- und an erläutern Schautafeln das Offen- und weniger Offensichtliche.

Auf der anderen Seite des Waldes, wo es wieder weit und offen wird, biegen wir am Waldrand an der Schautafel „Fressbeziehung“ scharf links ab und erreichen nach 600 Meter auf Wiesen- und Feldwegen das nahegelegene Ginsham. An der Scheune rechts abbiegen. Wer schon wieder Hunger oder Durst hat, findet hier eine weitere prima Einkehrmöglichkeit, um es sich auf der Wanderung gut gehen zu lassen. Wir wurden neugierig, da die Rezensionen auf Google außergewöhnlich zahlreich und gut waren.

Ginsham und Gasthof „Zum Schaukelpferd

Die ursprüngliche Dorfwirtschaft mitten am Maibaum der kleinen Ortschaft hat etwas Anheimelndes. Der kleine Gartenbetrieb, das Gebäude mit den zahlreichen Wandmalereien strahlt ruhige Souveränität aus. Die Speisekarte ist überschaubar, das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen, da etwas aufwändiger gekocht und angerichtet wird. Beliebte Location für festliche Anlässe.

Adresse Wirtshaus „Zum Schaukelpferd“

Ginsham 38, 83052 Bruckmühl, Tel.: 08062-90 82 83
Öffungszeiten: Freitag und Samstag ab 17.00 Uhr, Sonntags und an Feiertagen ab 11.00 Uhr ganztags geöffnet

Von Ginsham zurück ins Glonntal

Vom Gasthof folgen wir der Dorfstraße nach Norden. An der nächsten Abzweigung innerorts links halten. Wir befinden uns auf der lokalen Verbindungsstraße nach Kleinhöhenrain auf der ab und an Fahrzeuge an uns vorbei fahren. Vom Gasthof sind es etwa 600 Meter, bis wir an der Waldwiese rechts im spitzen Winkel abbiegen. Den Weg weiter in grob nördlicher Richtung folgen.

Nach 300 Meter bei der nahegelegenen Scheune links abbiegen. Verlockenden Abzweigungen zur Linken widerstehen, bis wir nach einem halben Kilometer kurz aus den Wald heraustreten und nach Osten freie Sicht haben. In der Ferne erkennen wir den Doppelkirchturm von Tuntenhausen.

Am Waldrand entlang taucht der Weg erneut in den Forst ein. Die Strecke ist schön, wird vom Untergrund her zunehmend wilder, bis er fast völlig verschwindet. Aber kein Problem, da wir bereits Nikolaus am Weiler Winterblöcker sehen. Da sich der Hausherr hier ein kleines Naturparadies geschaffen hat und wir den Privatgrund respektieren, halten wir uns noch im Wald etwas rechts und queren nach ca. 25 Metern mit Abstand zur Grundstücksgrenze die freie Wiese auf knapp 150 Metern.

Vorbei an den Putenmastställen, die rund um Großhöhenrain an verschiedenen Stellen versteckt sind, erreichen wir schon bald wieder unser Fahrzeug. Schön war’s und abwechslungsreich.

Kleine Orientierungshilfe

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Kleinhöhenrain Wiesenweg, 7,5 Kilometer

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Parkplatz: 47.929801, 11.916252
\'Zur schönen Aussicht\' Gasthof: 47.917751, 11.905000
\'Zum Schaukelpferd\' Gasthaus: 47.906150, 11.917274
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Kleinhöhenrain Waldweg, 7,5 Kilometer

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Parkplatz: 47.929801, 11.916252
\'Zur schönen Aussicht\' Gasthof: 47.917751, 11.905000
\'Zum Schaukelpferd\' Gasthaus: 47.906150, 11.917274
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Wanderweg der Sinne zur Schönen Aussicht über Ginsham 6,5 Kilometer

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\'Zur schönen Aussicht\' Gasthof: 47.917751, 11.905000
\'Zum Schaukelpferd\' Gasthaus: 47.906150, 11.917274
Parkplatz: 47.898449, 11.909532
Die Runde ist etwa um 1,4 Kilometer kürzer, wenn ihr den Abstecher über Ginsham weglasst.
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