Kirchsee Rundwanderung mit Kiosk beim Kloster Reutberg

(Länge der Wanderung: 9 Km) Der Kirchsee zwischen Sachsenkamm und Kirchbichl ist nicht ganz leicht zu erwandern, zumindest wenn man Teerstrassen gerne vermeidet. Vom nördlichen Dietramszell durch den Zeller Wald ist es wenig abwechslungsreich und darum ein echter „Hatscher“. Über das Kloster Reutberg führt nur eine Teerstrasse zum großen kostenplichtigen See-Parkplatz, worauf im Minutentakt Autos vorbei rauschen. Ähnlich verhält es sich bei einer Näherung vom Süden. Der dichte Schilfgürtel verhindert eine seenahe Umquerung des Gewässers auf Wanderwegen. Der aus meiner Sicht beste Zugang zum Kirchsee erfolgt daher von der Westseite.

Unser Wanderexperiment am Sonntag ein Experiment ist diesmal nur zum Teil geglückt. Von den 12 gelaufenen Kilometern können wir daher daher nur knapp neun Kilometer empfehlen, die dafür richtig schön sind (die Restlichen haben wir weggelassen). Mit dem Kinderwagen würden wir die Wanderung nicht empfehlen, laufwillig sollten die Kleinen schon sein. Bevor wir oder ihr falsche Versprechungen macht. Der See-Kiosk hat nur im Sommer auf!

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Von der Kogler Lack zum Kirchsee: Länge 8,74 Kilometer

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KIOSK: 47.821418, 11.623535
BADEPLATZ: 47.820510, 11.624297
BADEPLATZ: 47.820431, 11.616840
MÖRDER- / ZWIESELBRÜCKE: 47.817769, 11.583179
PARKPLATZ KOGLER LACK: 47.810907, 11.591499
PARKPLATZ ZWIESELBRÜCKE: 47.817650, 11.583881

Losgewandert an der „Kogler Lack“ hinter Abrain 83646 Bad Tölz

Der Wanderparkplatz liegt unweit des kleinen malerischen eiszeitliches Toteis-Lochs, das durch die Eismassen des Isargletschers vor etwa 20.000 Jahren entstanden ist. Was unser Auge schmeichelt, war bereits Drehort von Folge 346 der Krimiserie „Der Alte“: Junge Frau wartet am Ufer in der Abenddämmerung. Offensichtlich wartet sie auf jemanden. Plötzlich ein Schuß! Die Frau sackt tödlich getroffen zu Boden. Ab hier suchen Spurensicherung und Münchner Kripo nach Indizien um den hinterhältigen Mörder zu stellen.

Die kleine Zufahrtstasse führt ab hier weiter nach Norden zum Weiler Streitberg, der auf einer Anhöhe das Alpenvorland überblickt. Wer die Runde abkürzen möchte, folgt der Wanderbeschilderung Richtung Kirchsee (tut ihr aber aber nicht ;-)). Also hinauf, vorbei am Bauernhof, bis der Teer zu einem Wirtschaftsweg wird und nördlich in den Wald eintaucht.

Der „Outdoor-Start“ an der „Mörderbrücke“

Man muss schon aufpassen, dass man den kleinen Waldweg nicht verpasst, der unmittelbar nach einer Brücke nach Osten abzweigt. Aufgepasst, auf das unscheinbares Schild „zum Gedenkstein 20 Meter“. Wir biegen vom Norden her kommend links ab und parken das Auto an der Lichtung. Den Gedenkstein selbst kann man glatt übersehen

Die Schlachten an der „Mörderbrücke“

Endlich konnte ich die geschichtlich spannende Stelle mal persönlich ansehen, wo 1632 Bauern und Bürger zuerst den Schweden und etwas mehr als 100 Jahre später (1742) den Pandschuren eine Falle gestellt haben. Die Situation war einst ähnlich. Sowohl im 30jährigen Krieg, als auch zur Zeit des österreichischen Erbfolgekrieges zogen auf der nahegelegenen Strasse, die damals mehr ein sehr schlechter Karrenweg gewesen sein musste, Truppen mit ihrem Beutegut zurück nach München.

Der Geländevorteil machte wohl die Überzahl der Soldaten wett, denn die Rinne des Baches ist hier durchaus tief. Eine einfache Holzbrücke als enger Übergang und rechts und links ein Hang prädestienierte diesen Ort für einen Überfall. „Die Schweden ließen 50 Pferde, Wagen, Vieh, Waffen und vieles mehr zurück, die Panduren verloren fünf Mann und ihren Anführer Christian von Gondola sowie die Kriegskasse“. Quelle: Süddeutsche Zeitung 2012.

Durch den Zeller Wald zum Kirchsee Badesteg

Wir folgen dem Wirtschaftsweg der sich den Hang hinauf windet und langsam immer mehr an Kontur verliert. Das ist egal, da wir oben das Licht einer Wiese durch die Bäume flackert und wir uns danach orientieren. Angekommen halten wir uns an der Weide links und suchen den Anschluss an den Wanderweg, von der „Kogler Lack“.

Toller Drohneflug-Clip von Drone Your Life

Am Waldrand gesichtet: Freude die ersten Schlüsselblumen.  Nicht eine, ein ganzer Haufen! Hoffentlich naht bald der Frühling. Es geht weiter, bis uns Schild nach rechts neben einem glucksenden Bächlein zum „Kirchsee“ schickt. Am besten sich an die „Kleinen Orientierungshilfe“ halten, da es hier eine Menge Abzweiger gibt. Nach 2,7 Kilometer ist auch schon das Etappenziel erreicht, es grüßt aus der Ferne der Turm vom Kloster Reutberg.  Wer im Sommer Lust und eine Badehose dabei hat, findet hier die Möglichkeit, sich hier schon mal im Moorsee erfrischen. Nicht wundern, dass es ab hier plötzlich voller wird, denn der große Partkplatz ist nur noch 600 Meter in östlicher Richtung entfernt.

Schlüsselblume

Schlüsselblume

Unterwegs begegnen uns diverse frühe Botschafter des Frühlings wie zum Beispiel die Schlüsselblume. Weiterlesen…

Keine Lust aufs Kloster Reutberg!?

Wir sind der hier noch ungeteerten Strasse mit dem Ziel gefolgt, dies weiter bis zum Kloster Reutberg zu tun. Rechts und links des Weges stehen Wochenendehäuser, ohne Zugang zum See für das gemeine Wandervolk. Erst am Parkplatz und dem kleinen Kiosk offenbart sich wieder ein sehr schöner Blick auf das Kloster Reutberg, besonders vom Steg. Das wussten wohl auch die Ausflügler, die hier mit hochglanzpolierten Stiefeln standen und sich zu ihrer Motivation gratulierten, es bis hierher geschafft zu haben (zwischen Schweinsbraten und Bayrisch Sahne).

Den Weg zum Kloster Reutberg haben wir auf halber Strecke abgebrochen, da uns die vorbeifahrenden Autos doch zu sehr gestört hatten und wir keine Lust hatten, auf dem gleichen faden Weg wieder zurückzugehen.
Ab hier keine Empfehlung!

Zurückgewandert durchs Kirchseemoos

Wer auf den Kiosk und den Steg der glänzenden Stiefel verzichten möchte, kann sich an der Hütte des Fischereivereins (letzte Hütte) gleich den Seeweg zurück nach Westen anschließen. Wir genießen die schönen Ausblicke. Jetzt aber Obacht: Kurz nach dem Ende des Sees, wo der Weg einen kleinen Bogen nach Norden beschreibt, führt ein kleiner Pfad links in das Moos, leicht zu übersehen und nicht kinderwagentauglich. Der folgende Abschnitt (den wir nicht verlassen, da Naturschutzgebiet!) gehört zu den Highlights der Wanderung, denn schöner kann man sich dem urspünglichen Moos nicht ändern. Einige Bereiche sind noch weitgehend ursprünglich erhalten. Es ist Lebensraum vieler geschützter Plfanzen und Tiere. „Vor allem die große Vielfalt an Moortypen und die damit verbundene hohe Artenvielfalt, machen den Wert dieses Schutzgebietes aus“, steht auf Infotafelnnzu lesen.

Der Pfad wird später Weg, überquert Streuwiesen, den wir nur noch folgen müssen, um kurz hinter der Kogler Lack wieder auf die Zufahrtsstrasse zu folgen.

Da wir unser Auto etwas abseits geparkt haben, suchen wir unseren Weg durch den Wald und zwischen einigen sehr feuchten Moosstellen. Hier am besten das GPS verwenden.

Hat Spaß gemacht!

Kirchsee Wanderkarte

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Von der Kogler Lack zum Kirchsee: Länge 8,74 Kilometer

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KIOSK: 47.821418, 11.623535
BADEPLATZ: 47.820510, 11.624297
BADEPLATZ: 47.820431, 11.616840
MÖRDER- / ZWIESELBRÜCKE: 47.817769, 11.583179
PARKPLATZ KOGLER LACK: 47.810907, 11.591499
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