Familien-Bergwanderung auf die Hochalm im Isarwinkel

(1.428 Meter / 7 Kilometer, 670 hm, 1,45 h Aufstieg) Ein hoher Berg verspricht nicht zwangsläufig noch mehr Wanderglück. Die Hochalm im Isarwinkel gehört zu jenen Bergen, für deren Ersteigung man kein Berg-Athlet sein muss, um mit warmen Erinnerungen und am Gipfel mit einen wunderbaren Blick belohnt zu werden. Auslöser für diesen Ausflug war übrigens die Isar, und um genau zu sein, unser kleines Projekt „Isarflimmern„, für das wir in 13 Etappen von München nach Bad Tölz gegangen sind, damit wir „die Reißende“ besser kennen lernen. Neben der Hochalm fiel uns kein anderer Berg ein, von dem man von oben der Isar so schön zuzwinkern kann.

Dass die Hochalm unkompliziert zu besteigen ist, kann jeder sehen wie er mag. Familien freut es, da die Kleinen in den Kraxen nicht ganz so lang hochgeschleppt werden müssen,  wir haben es genommen wie es ist.

Losgegangen am Wanderparkplatz Achenpass bei Stuben

Die Anfahrt geht am schnellsten über die Salzburger Autobahn, hätte es nicht wieder mal Stau gegeben. Also rechtzeitig die Landstraßenvariante bis Holzkirchen gewählt, weiter zum  Tegernsee, rechts bei Bad Wiessee daran vorbei, hinter nach Kreuth und weiter ins Weißachtal. Den Wanderparkplatz Achenpass bei Stuben erreicht man knapp einen Kilometer hinter Glashütte.

Gegen 10:15 Uhr war der Parkplatz noch nicht mal zur Hälfte gefüllt.  Abmarsch, bevor es voller wird. Der Wanderweg beginnt etwa 100 Meter rechts auf der anderen Seite der Straße. Die Ausschilderung auf die Hochalm ist nicht zu übersehen.  Moderater Anstieg, wir sind alleine. Freundliche Sonne, blauer Himmel.
Nach etwa 250 Metern erreichen wir einen Wirtschaftsweg, der von Stuben herauf den Weg kreuzt. Wir folgen ihn nur kurze Zeit, bis links einen guter Wanderpfad abzweigt, der noch einmal einen ausholenden Bogen der Forststraße abschneidet. Nur für etwa 270 Meter bleiben wir dem Weg treu, bis wir rechts den Fußweg abzweigen.

Der Weg verläuft ab hier für 2,2 Kilometer am Talhang geradewegs nach Westen.  Immer wieder steigen wir über kleine Bäche, die unten im Talgrund in die Großweißach fließen, von dort in die Weißach und weiter in den Tegernsee. Die Reise des Wassers führt, wen es interessiert, vom Tegernsee weiter in die Mangfall, bei Rosenheim in den Inn, von dort in die Donau und ins schwarze Meer. Nur gelegentlich wird es steiler.

Alpenflora und Fauna rechts- und links des Weges

Wir jauchzen, als wir rechts und links im Gras ein Enzianfeld entdecken. Die Sonne hat die Blüten noch nicht ganz erreicht, die sie vorsorglich noch geschlossen halten. Zwei Alpensalamander umarmen sich. Die zwei unter absoluten Naturschutz stehenden Lurche begegnen uns mitten am Weg.

Kurz innehalten am Sattel an der Mittehütte

Wenn es steiler wird, hat man die Almwiesen bei der Mittehüte schon fast erreicht. Oben am Sattel angekommen, haben wir den ersten schönen Blick ins Großweißachtal. Hier sieht man erstmalig den Roß- und Buchstein mit seiner markanten Doppelspitze im Osten. Wer die alternative Wegroute zurückgehen möchte, biegt hier nach Westen ab. Die Mitterhütte schmiegt sich an den Hang, wir gehen daran vorbei.  Hier steigt etwas die Steigung des Weges an, aber nicht derb. Das Schöne, ist man hier, hat man es bald geschafft. Durch das kleine Wäldchen bis zur flachen und grünen Kuppe der Hochalm sind es nur noch 400 Meter. Erst hier begegnen uns einige Wanderer. Der Marsch hierher war wunderbar einsam. Die ersten Rückgeher begegnen uns erst hier

An der Mitterhüte: Blick ins Großweißachtal und Ross- & Buchstein 360°:

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Am Hochalm-Gipfel: Blick über den gesamten Isarwinkel

Gitta und ich erreichen das Ziel nach knapp 1,5 Std., angegebene  Gehzeit 1 3/4 Std.. Die Sonne lacht freundlich hinter den grau-weißen Wolken. Tolle Farben! So begrüßt uns das Gipfelkreuz inmitten einer schönen Wiese. Einige Baumstämme dienen als Sitzgelegenheiten. Jetzt der Blick nach Norden! Das Tal ist weit. Hallo Isar!! Sie schlängelt sich blau vor uns Richtung München. Da ist noch einiges zu Gehen. Wenn das nicht unsere nächsten Etappen sind, zum Beispiel von Bad-Tölz nach Lenggries und weiter zum Sylvensteinstausee, den wir süd-westlich zwischen den Bergen liegen sehen. Spannendes Spiel der Wolken. Licht und Schatten wechseln im Sekundentakt.

Der Isarwinkel

Der Isarwinkel ist die Region zwischen Bad Tölz und der Grenze von Tirol und Wallgau, wo sich das Obere Isartal nach Westen anschließt. Der Name ist alt: In einem Vertrag mit Herzog Alpbrecht der IV wurde die Gegend bereits 1497 als „Iserwinkl“ bezeichnet. Bayerisches Kulturland, in welchem die Isar auch als Verkehrsweg eine zentrale Rolle hatte.

Links die Bergkette, die vom Brauneck bis zur Benediktenwand reicht, halbrechts das Seekarkreuz! Alle Schattierungen von Frühlingsgrün leuchten vom Tal und von den Berghängen zu  uns herüber. Wir drehen uns nach Süden. Das wuchtige Profil des Juifen mit noch schneebedeckten Flanken reckt sich in die Höhe. Darauf ein Käsebrot! Braucht es mehr Berg? Für heute nicht.

Hochalm in 360°: Streich rüber und entdecke mehr

Für den Abstieg auf gleichem Weg brauchen wir nur etwa 1,15 h. Es scheint später noch etwas voller zu werden. Viele Wanderer sind Spätaufsteher, Gott sei Dank! Isarwinkel, wir sehen uns!

Viel Spaß beim Selbergehen!

Kleine Orientierungshilfe

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Wanderung auf die Hochalm, 7 Kilometer

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Gipfelausblick: 48.216038, 16.378984
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Hochalm, Wegvariante 2, 8,2 Kilometer

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Gipfelausblick: 48.216038, 16.378984

 

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