Rezept: Asiatisch-Alemannische-Räucher-Spareribs aus dem Dutch Oven

Wer Spareribs will, muss früh aufstehen: Wir haben fünf (5!) Metzger anfahren müssen, da uns am Samstag, bei unserem Lieblingsmetzger genau vor unserer Nase die Spareribs weggekauft wurden. Zeitpunkt 8:15 Uhr! Ok, das nächte Mal werden wir vorbestellen.

Spareribs aus dem Dutch Oven haben wir nun schon in mehreren Varianten ausprobiert, doch viele Rezepte waren uns am Ende zu „eintopfinspiriert“. Die Rippchen lagen zum Beispiel am Ende in einer Paprika-Zwiebelsoße, die zwar lecker , aber nicht wirklich fingerfood-geeignet war.
Mit dieser Variante möchte ich euch unser Rezpet unserer Lieblings-Ribs vorstellen, die eine wunderbare Kombination aus traditionellem-BBQ, aber auch scharfe asiatische Akzente trägt (keine Angst, der Bruce Lee ist bei Sepp in die Lehre gegangen ;-)). Wer einen Camp Chief Ultimate Dopf besitzt, kann zusätzlich die Spareribs räuchern.

Spareribs rechzeitig kaufen und marinieren

Ich bevorzuge für Spareribs einen großen, hohen Dutch Oven, da ich die Rippchen seitlich schlichten und nicht übereinander legen will. Unser Dopf war ein 14“, der hierfür ausreichend hoch ist. Der Chief Ultimate ist sogar so hoch, dass man oberhalb noch eine Lage Kartoffel unterbekommt, die gleichzeitig mitgeräuchert werden.

Das braucht ihr:

  • Pro Person ca. 500 – 700 Gramm Spareribs
  • Öl
  • Knoblauchpulver
  • Paprikapulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Rote Thai Curry Paste
  • Vorher die Silberhaut auf der Rückseite der Spareribs mit einem Messer von den Knochen kratzen bzw. abziehen
  • Die Spareribs mit Paprika, Salz und Knoblauch etc. einreiben.

Die geheime Zutat: Rote Thai-Curry-Paste

Für den Rub habe ich zusätzlich einen Teelöffel Red-Curry-Paste mit einem halben Esslöffel Salz und Paprika pro Sparerib-angerührt. Die rote Curry-Paste ist ordentlich scharf und wird normalerweise für ein Thai Curry-verwendet. In der Paste sind Chilipulver, Zitronengras, Knoblauch, Ingwer, Koriander und weiteren Gewürze. Ich kaufe es im Asiamarkt, da sich die Herstellung selbst nicht rentiert. Kleinere Einheiten in einer Tüte gibt es bei uns schon im Rewe zu kaufen.

  • Die Sparereibs reibe ich von beiden Seiten damit ein. Seid beim ersten Mal vielleicht etwas vorsichtig, da euch Bruce Lee einen scharfen Kick in die Magengrube verpassen kann.
  • Nach dem Einreiben das Fleisch in Klarsichtfolie einpacken und in den Kühlschrank. Wir lassen das Fleisch knapp einen Tag ziehen und machen zwischenzeitlich eine Wanderung.

Schichten und Räuchern

Das Fleisch wird in den Dutch hochkant geschlichtet. Zwischen Ribs und an den Seiten packen wir halbe Zwiebeln Wir verwenden zusätzlich einen Einlegeboden. Das Fett tropft ab und blubbert dann unten vor sich hin. Im Camp Chef kann man zusätzlich eine zweite Einlage über den konischen Mittelkamin mit kleinen Kartoffeln legen.

Ich verwende Grillies. Die Haupthitze kommt von oben (2/3 der Brickets) , von unten 1/3 der Brickets und der Rauch. Wenn es unten zu heiß wird, brennt das Fett an.  Gelegentlich kontrollieren. Für den Rauchgeschmack wässere ich Buchenholz-Späne 30 Minuten im Wasser, um alle 10 Minuten eine handvoll in die Glut zu werfen. Als „Starter“ werfe ich die Chips in die Glut und verteile die Brickets auf den Deckel. Nach jedem neuen Späne-Zugang arrangiere ich die Brickets neu, da die nassen Chips die Hitzeleistung schmälern. Der Rauch steigt durch den Kamin in den Dopf und aromatisiert Kartoffeln und Fleisch.

Essen und genießen

Das Fleisch lassen wir 90 Minuten vor sich hin Kochen. 180 Grad sollte als Richttemperatur angestrebt werden. Die Rippen treten aus dem Fleisch heraus. Die Garzeit auf 2 Stunden zu verlängern, ist natürlich möglich, dann wird das Fleisch noch weicher, ist aber nicht mehr so gut in der Hand zu Essen.

Natürlich könnte man die Sparibs auch mit Asiasoße essen, aber uns schmeckt das Fleisch mit Raucharoma und Kartoffeln am besten mit Kräuterquark. Aber erlaubt ist, was schmeckt!

Schmeckt so gut wie es aussieht!

Guten Appetit!

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